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14.08.2018

Neues Buch von Martin Geisz: Harmonium – ein Instrument in Missionsstationen

In seinem neuen Buch untersucht Martin Geisz die Rolle des Harmoniums in den Missionsstationen für den Zeitraum von 1884 bis zum Ende des zweiten Weltkriegs im Kontext zwischen Kolonialisierung, missionarischer Verkündigung und Inkulturation.


Cover des Buches

Buch-Cover

Deutschland war spätestens 1884 zur Kolonialmacht geworden. Es gab Hoheitsgebiete in Afrika und der Südsee. Von Kolonien erwartete man wirtschaftlichen Ertrag und wachsende politische Bedeutung – besonders gegenüber den anderen europäischen Großmächten, denen gegenüber man sich lange benachteiligt gefühlt hatte.
In allen Kolonien gab es christliche Missionare und Missionsstationen. Hier wurde das Harmonium – aus Europa importiert – oft und gern genutzt.
Dieses Buch nimmt dies für die Zeit bis zum Ende des Ersten Weltkrieges in den Blick. Dazu werden zeitgenössische Quellen präsentiert und Hintergründe skizziert („Musik und Mission“, Problemfeld KOLONIEN – Staat – Mission der Kirchen).

Aus dem Inhalt:

  • Einführung
  • Kapitel 1: Das Harmonium in den Missionen:
    Das Instrument – „Harmonium - ein Instrument für die Tropen?“ – Das Harmonium im Alltag der Missionen – Was wurde auf dem Harmonium gespielt?
  • Kapitel 2: Ein Sonderfall: Das indische Harmonium
  • Kapitel 3: Quellen-Beispiele: Das Harmonium in den Missionen:
    Evangelische Missionen – Tansania (Deutsch Ostafrika) – Bericht Pfarrer Carl Paul : „Die Mission in unseren Kolonien“ – Hohenfriedberg (Mlalo) (heute Tansania) – Togo – Katholische Missionen in Deutsch-Ostafrika – Hinweis: Das Harmonium in Japan
  • Kapitel 4: Mission und Musik:
    Musikinstrumente – Liedgut in den Missionsgebieten – Evangelische Missionen – Beispiel 1: Togo (Norddeutsche Mission) – Beispiel 2: Mission bei den Tamilen – Beispiel 3: Mission in der Gossner-Kirche (Indien) – Katholische Missionen – Die Motu proprio von 1903 im Wortlaut – II. Vatikanisches Konzil (1967)
  • Kapitel 5: KOLONIEN – Staat – Mission der Kirchen
    Staat als Kolonialmacht – Stichwort: Menschenbild der Kolonisatoren – Mission der Kirchen – Missionsgesellschaften – Carl Paul: Eine Stimme aus der Zeit – Ein Beispiel aus der Betheler Mission – Die Missionierung in Togo – „Ein Stück weit den Weg gebahnt“ (Interview) – Zur Diskussion: 1. Ute Planert: Das Zeitalter der Kolonien - 2. aktuell (2017) - Amnesty International – A. Bedauern ohne zu bezahlen – B. Tahir, Della: Initiative Schwarze Menschen in Berlin
  • Kapitel 6: Zusammenfassung:
    Thesen: Kolonialismus, Mission, Harmonium – Was bleibt zu klären?
  • Literatur:
    Literaturverzeichnis – Buchhinweise zur deutschen Kolonialgeschichte – Zum Autor – Projekt „Kulturerbe Harmonium“ – Abbildungsverzeichnis

 

Bibliographische Daten und Bestell-Information zum Buch:

Martin Geisz: Harmonium – ein Instrument in Missionsstationen.
Ein kurzer Seitenblick in die Missionsgeschichte zwischen Kolonialisierung, missionarischer Verkündigung und Inkulturation.
   
Berlin: wvb – Wissenschaftlicher Verlag Berlin 2018.
ISBN 978-3-96138-046-6. 
104 Seiten. 18,90 Euro. 

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